Donnerstag, 26. Oktober 2017

USA August 2017 - Vor dem Start

Bevor ich mit dem eigentlichen Reisebericht anfange will ich noch kurz auf die Vorgeschichte hinweisen. Wieso, weshalb, warum und so.

Die Flugstrecken:

Und hier jetzt noch die fehlenden Infos zwischen der Vorgeschichte und dem Start-Reise:

Nach dem wir so ganz grob einige Eckpunkte abgesteckt hatten, haben wir dann um den Mietwagen gekümmert. Bzw. eigentlich die Mietwagen.
Wir haben nämlich statt mit einem Wagen von Las Vegas bis nach Seattle zu fahren, einen kurzen Stopp mit Wagentausch in San Fransisco eingelegt.
Nicht, weil wir unbedingt zwei verschiedene Wagen "testen" wollten, sondern weil wir dadurch gut 600€ an Kosten gespart haben.
Beim ersten Schauen war ich doch über den stattlichen Preis erstaunt, bei den Kosten stand dann immer der Hinweis zur Rückführungsgebühr.
Offensichtlich fahren viele diesen Weg und nur wenige machen es anders herum. Somit müssen also viele Mietwagen wieder zurück nach Vegas gebracht werden und das kostet.
Nach etwas Suchen fand ich dann heraus, dass es so eine Rückführungsgebühr von Las Vegas nach San Francisco nicht gibt, ebenso (oder deutlich weniger) von San Francisco nach Seattle.
Zudem ist bei einem Mietwagen in Kalifornien immer ein zweiter Fahrer im Preis enthalten, in Nevada kostet der einen Aufschlag (waren glaube ich 12$/Tag).

Da Kleinwagen (wie wir sie sonst in der Regel im Urlaub so mieten) in den USA nicht sonderlich verbreitet sind und wir zudem ganz ordentlich Strecke machen werden, entschieden wir uns für einen Mittelklassewagen. Preislich lag zwischen diesen Typen kaum etwas. Und damit wir während unserer Fahrt durch tolle Landschaften besser sehen, nahmen wir gleich einen kleinen Hochsitz in Form eines SUV.
Es wurde also ein Midsize-SUV. Nachdem ich diverse Portale verglichen hatte und ich zudem in den letzten Reisen immer gute Preise und nie Probleme hatte, buchte ich wieder über Billiger-Mietwagen.
Wobei ich inzwischen auch weniger gute Meinungen dazu gelesen habe. Nicht direkt mit diesem Anbieter, sondern wegen des Systems: Man bucht bei einem Dienstleister, der wiederum bei einem Autoverleiher bucht. Sollte nun irgend etwas passieren, könnte daher der Ball zwischen diesen drei "Spielern" hin und her gehen. Soll halt auch schon vorgekommen sein....

Nach dem Mietwagen steckten Genia und ich nun die Hotels an unserer Route entlang ab. Das nahm schon einige Zeit in Anspruch. Da viele Hauptziele in diversen Nationalparks liegen und eben diese auch im Sommer gut besucht sind, wäre das generell ratsam.
Zudem heißt eine Buchung über die gängigen Portale (Booking, Expedia, Hotels.com usw.) in der Regel auch nicht, dass man die Zeile nicht flexibel ändern kann. Meistens kann man bis einen Tag vor Ankunft kostenlos stornieren.
So haben wir z.B. von einem Hotel einige Wochen nach der Buchung eine Mail bekommen, dass zu unserer Reisezeit wahrscheinlich der Pool nicht nutzbar wäre. In dem Ort fanden wir trotzdem keine für uns bessere Bleibe, allerdings hatte ein anderes Buchungsportal das mit dem Pool schon ausgewiesen und boten einen entsprechend niedrigeren Preis an. So buchten wir halt noch einmal um. Gleiches Hotel, woanders reserviert und schon 30$ weniger.

Unsere Unterkünfte:

Die meisten Buchungen machten wir im März, was sich teilweise als schon zu spät heraus stellte. So fanden wir keine wirklich bezahlbare Bleibe mehr in der Nähe des Yosemite-NP (ab nun die gängige Kurzform von Nationalpark), daher fiel dieses angepeilte Ziel leider aus unserer Liste.
Das gleiche Problem betraf die Sonnenfinsternis. Die einzig freien Betten im Kernschattengebiet fingen bei rund 1200$/Nacht an. Somit mussten wir außerhalb des Bereichs übernachten und dann morgens recht früh in das Zielgebiet fahren. Ansonsten gab es noch kleinen Nacharbeiten an Routen und Zielen, aber das tut jetzt nicht mehr zur Sache.
Als nächstes waren noch die Formalien zu klären. Fehlende Papiere besorgen (Levi brauchte nun einen "richtigen" (elektronisch lesbaren) Pass, mit seinem Kinderausweis kommt er nicht ins Land. Zudem besorgten wir uns noch einen internationalen Führerschein. Braucht man in der Regel nicht, wird aber empfohlen. Naja, beim Mietwagenwechsel wurde der meiner EU-Fahrlizenzkarte zumindest einmal vorgezogen. Sonstige Polizeikontrollen (wofür der im Zweifel gedacht war) hatten wir nicht.
Schließlich noch die ESTA-Geschichte beantragen (die Genehmigung dauerte dieses mal wirklich einige Tage) und dann waren wir quasi reisebereit.

Für die Hinfahrt zum Flughafen Köln/Bonn wollte ich dann einige Tage vor Abfahrt schon mal das Schöner-Tag Ticket NRW ordern, nur um dann mit Schrecken festzustellen, dass dieses erst ab 9 Uhr morgens gültig ist. Passte natürlich nicht, wir wollten so gegen 10:30 Uhr dort sein.
Zum Glück bekam ich noch ein Sparpreis-Ticket und im Endeffekt kostete die Fahrt für uns drei dann sogar 50ct. weniger als mit dem Sonderticket.

Es konnte los gehen!

Montag, 9. Oktober 2017

Kettenöler für die Tracer

Nach dem Kauf meiner Tracer standen ja noch ein paar Dinge auf dem Zettel, z.B. ein paar Versuche in Sachen Scheibe.
Was auch noch in meinem Pflichtenheft stand: Einen Kettenöler verbauen.
Ich hatte sogar kurzfristig mal überlegt, ob ich ein neues System verbaue. Aber da ich prinzipiell mit meinen simplen Systemen (sowohl an Hornet als auch an der alten Super Ténéré) ganz gut klar komme (wenn die Dosierstücke nicht defekt sind), habe ich dann doch beschlossen, meinen KÖS von der Hornet in die Tracer zu bauen.
Das defekte Dosier-Endstück hatte ich dort schon ersetzt, so fehlte eigentlich nur noch eine Führung, um den Ölerschlauch sauber an das Kettenblatt zu bekommen.
Das erwies sich als recht einfach, da auf beiden (holen) Schwingeninnenseiten der Tracer ein Halteblech für ein Gummistück verschraubt ist. Somit habe ich einen Fixpunkt, um eine Art Führungsblech zu montieren. Es fehlt noch ein Platz für die Elektrik (Magnetventil) und den Öltank. Beides war recht schnell gefunden.
Unterhalb des Befestigungsmechanismus für die beiden Sitzbankteile befindet sich ein kleines Fach, in das der Öltank quer gelegt wunderbar hinein passt. Damit dieser auch in Position bleibt, befestigte ich ihn mit Klett-Klebeband.
Da das Öl nur durch die Schwerkraft getrieben zur Kette kommt, fehlte noch ein entsprechender "Abfluss" am Fach, den ich mit einem kleinen Bohrer dann herstellte.
Ein Stück daneben bei den Sicherungen war dann Platz für mein Dosierstück und nur wenige Zentimeter weiter im Bereich der Batterie konnte ich dann das Magnetventil verorten.


Nun fehlte noch der Weg des Ölerschlauches runter zur Kette.
Das klappte ganz gut hinter der linken Seitenverkleidung und zwischen der Befestigung des Federbeins und der Drehachse der Schwinge hindurch. So wirklich gut zu Erkennen ist das leider nicht...


Fehlt noch der letzte Abschnitt von der Schwinge zum Kettenblatt, welches ich mit einem Stück Aluschiene "überbrückte". Damit der Schlauch auch dort bleibt, wo er hin soll, bohrte ich zwei kleine Löcher in das Blech und fixierte den Schlauch per Kabelbinder. Zudem ist das Alu weich genug, um es auch mit der Hand exakt zu biegen, so dass es den Schlauch dorthin bring, wo er sein soll, ohne mit anderen beweglichen Teilen in Berührung zu kommen.
Gibt sicher schönere Lösungen, aber da gilt für mich "Form follows Function".
Sowohl der Schlauch als auch die Schiene wurde an dem schon angesprochenen Blech an der Schwinge befestigt.


Nun ist das Thema Kettenpflege auch erledigt. Der Öltank ist voll und sollte dann wohl auch für 2018 reichen. Zudem wird die Kette nun auch wohl noch so einige Jahre mitmachen.
Die auf meiner Hornet habe ich seit über 50tkm drauf....

Ein weiteres Tracer-Update war erledigt...

Dienstag, 3. Oktober 2017

Scheibensache

Seit etwa 2,5 Wochen habe ich die neue Yamaha MT-09 Tracer nun bei mir und inzwischen habe ich auch schon ein paar kleine Runde gedreht.
Der Kauf war goldrichtig. Eine klasse Maschine, die richtig Spaß macht!
Inzwischen sind auch einige Teile in Sachen Zubehör bestellt: Der Tanklock-Ring von Givi, damit ich meine Tankrucksäcke demnächst auch auf der neuen Maschine nutzen kann und der Quick-Lock Evo Kofferträger von SW-Motech. Das Vorgängermodell hatte ich ja auch an der Hornet im Einsatz und die guten, alten Givi-Köfferchen sollen natürlich auch bei Tracer mit auf die Reise.
Für die Bestellung hatte ich noch auf einen Louis-Gutschein gewartet, die Sache eilt ja nicht und so kann man auf einfache Weise ganz gut Geld sparen.
Dazu kam noch ein Blinkerrelais und eine wasserdichte Textilhose aus dem Angebot, schon konnte ich den 70€ Gutschein nutzen.

Bevor die Sachen aber dann irgendwann ankommen, hatte ich schon kurz nach dem Kauf der Tracy eine kurze Scheibe aus China bestellt. Kostenpunkt: Gut 26€.
Die Serienscheibe ist zwar für die anfänglichen Touren OK, aber sonderlich ideal auch nicht.
ich hatte mich dann im Forum etwas eingelesen und im Prinzip gibt es in Sachen Scheiben nur zwei wirkliche Lösungen: Riesengroße Tourenscheiben, hinter denen man dann gänzlich verschwindet oder aber eher kurze Racingscheiben.
Meine Lösung sollte Richtung kurze Scheibe gehen.
So manche hatten diverse Scheiben gekauft und getestet, das erschien mir eine doch eher hochpreisige Lösung zu sein. Zudem legten manche dann auch noch mit der Säge Hand an und kürzten einige Scheibe selber noch etwas. Um eben die optimale Höhe für mich zu finden, wollte ich diese Experimente zunächst mal mit einer günstigen Lösung machen.
Meine China-Scheibe kam nach nur 10 Tagen an, wirklich sehr flott. Bei genauere Betrachtung und Vergleich mit anderen Scheiben, schien dieses Windschild eine Kopie der PUIG Racingscheibe zu sein. Oder halt "Ausschuss" von der gleichen Maschine, wie auch immer.


Ich hatte mich für ein schwarz getöntes Modell entschieden und nun sollte die Montage mit anschließender Testrunde anstehen.
Erst mal einige Vergleichsfotos gemacht, wie sich die beiden Scheiben unterscheiden und dann folgte die Anbringung. Es sind nur 4 Schrauben zu lösen, also eine Sache von wenigen Minuten, schon ist die neue Scheibe montiert.
Optisch finde ich das neue Windschild durchaus gelungen, an meiner mattgrau-schwarzen Tracer gefällt mir die schwarze Scheibe ziemlich gut.
Es folgte dann der Praxistest, mit identischen Vorzeichen: Sitzbank in hoher Position, scheibe ganz unten (alles andere macht ja auch wenig Sinn, wenn man "weniger" Scheibe haben  möchte).

Schon kurz nach Verlassen der Ortschaft (samt Tempolimit von 50km/h) war schnell klar, dass diese kürzere Scheibe angenehmer ist.
Es ist absolut turbolenzfrei am Helm, wenngleich natürlich trotzdem noch lauter als ganz ohne Scheibe.
Aber ein Schritt in die richtige Richtung. Auch mit (kurzzeitigem) Tempo 170 war noch alles im grünen Bereich.
Somit wird die neue Scheibe erst einmal an der Tracer bleiben. Ob ich die vielleicht irgendwann noch selber kürze oder mittelfristig auf eine andere kurze Scheibe umsteige, wird sich zeigen.
Am interessantesten scheint her die Windschild S von Touratech zu sein. Die ist von alle bisher entdeckten die kürzeste und bisher habe ich auch nur zufriedenen Stimmen dazu vernommen.
Mit knapp 130€ wird allerdings auch ein recht amtlicher Preis aufgerufen.

Mal schauen, was für eine Scheibe dauerhaft auf die Yamaha kommt.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Winterflucht 2018

Wir haben also wieder eine Reise gebucht. Machen wir ja öfters mal...
Eigentlich war angedacht, dass wir nun im kommenden Winter nach Madeira reisen.
Da unser Zeitfenster aber Mitte Februar liegt und das so ziemlich der kälteste Periode dort ist und zudem eine eher nasse, haben wir uns dann doch umentschieden.
Nun geht es in den Süden von Teneriffa. Dort war ich zum Jahresende 2011 schon einmal mit Levi und seiner Mutter. Hatte mir dort auch ein Motorrad geliehen, leider aber nach einem halben Tag einen Unfall. Somit habe ich mit der Insel noch eine kleine Rechnung offen. ;-)

Der Norden der Insel ist ja eigentlich der schönere, aber im Winter ist es dort halt auch meist spürbar kühler und vor allem auch nasser als im Süden. Da Genia aber auch mal einen Nachmittag am Strand oder Pool verbringen will, zählt halt erst einmal das besser Wetter.
Wollen wir mal hoffen, dass wir nicht wieder so ein Pech wie auf Gran Canaria letzten Jahr haben.

Wie auch immer. Unser Ziel ist das Hotel Blue Sea Callao Garden in Callao Salvaje. Ist halt wie üblich im Süden ein Retortenort, der aus Hotels besteht. Landschaftlich ist die Südküste generell recht karg. Die Niederschläge des Winters regnen sich halt auf der Nordseite an den Bergen ab.


Da wir uns auf der Insel wie üblich eh einen Mietwagen ausleihen wollen, haben wir ein Angebot ohne Transfer zum Hotel genommen. Zum ähnlichen Preis wie ein Zimmer mit Transfer vom Flughafen haben wir stattdessen einen "Zug zum Flug" bekommen.
Der Hauptgrund war, dass Mietwagen in dem Ort deutlich teurer waren als z.B. am Airport, so werden wir direkt dort ein Auto nehmen und zahlen dann für die ganze Woche ähnlich viel wie im Ort für nur 3 oder 4 Tage.
Zudem sind die größeren Motorradverleiher auch bei Playa de Las Américas, so komme ich dort auch leichter hin.


So kann Genia dann an den Tagen, an denen ich auf zwei Rädern unterwegs bin selber auch noch irgendwo hin fahren.
Wir werden uns sicher an einigen Tagen auch den Norden genauer ansehen, solche ausgedehnten Touren gingen damals mit dem kleinen Jungen nicht wirklich. Und nach ganz oben auf den Teide werden wir dann sicher auch mal mit der Seilbahn fahren. So weit oben auf festem Grund waren wir beide nämlich noch nicht.

Aber bevor es nach Teneriffa geht haben wir ja noch unsere Herbstflucht nach Malta vor der Brust.